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Sonntag, 25. August 2013

Flüssigseife im Spender aus fester Seife herstellen

Ein seifiges Hallo!

Ich habe vor 2 Jahren angefangen, meine Seba Med Syndetreste zu sammeln, weil ich es zu schade fand, die wegzuwerfen, sie sich aber auch nicht auf die anderen Stücke kleben ließen. Und dann kamen richtige Seifen dazu, die ja deutlich schneller verbrauchen und dann in noch höherem Maße Fitzel produzieren. Und nun habe ich schon 1.5 Directionspötte voll!

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1 Pott = 80 mL

Und dann ist da noch das Problem mit der Küche... Normale Flüssigseife trocknet meine Hände ziemlich aus und wirklich toll finde ich die auch nicht, deswegen hab ich eine feste Seife mit einem Saufnapfgitter an der Wand befestigt.

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gabs mal bei kik

Aber jedes Mal, wenn man mit nassen Händen die Seife nimmt und wieder ablegt, tropft viel Wasser an die Wand und läuft herunter. Da meine Küche wohl nicht für Menschen ausgelegt ist, die mit Wasser arbeiten, ist da ein netter Spalt zwischen Gummileiste und Wand, wo das Wasser munter rein läuft. Und dann genau so munter Schimmel bilden kann.

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Die Idee mit der Seife an der Wand ist also nur für gute Küchen, deren Kanten vollsilikoniert sind.


Wie wäre es also, das beides zu verbinden? Wenn ich echte Seife in den Spender kriegen könnte? Das wäre doch toll!

Ich habe mir dann DIY-Anleitungen herausgesucht und mich für die *Anleitung von Loveley Greens* entschieden.

Die Anleitung sieht 120g Seife auf 1440 mL Wasser vor.

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Umgerechnet mein Rezept:

50 g Seife
600 g Wasser
0.5 TL Guarkernmehl

Die schon feinen Stücke hatte ich mit einer Raspel klein gemacht. Die noch gröberen habe ich dann mit einem Messer in kleine Stücke gehackt, da ich auf Raspeln keine Lust hatte. Raspeltalent besitze ich leider auch keines.

Dann bin ich weiter dem Rezept für flüssige Handseife gefolgt und habe die feinen Seifenstücke in Wasser aufgekocht.

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Ich habe Leitungswasser genommen, da ich kaum noch entionisiertes Wasser besitze. Zur Zeit ist mein Fahrrad mit Korb auch kaputt, daher kann ich kein neues besorgen. In meiner Region ist das Wasser aber auch nicht all zu hart.

Die Stückchen werden in kochendem Wasser gelöst und der Topf bei Seite gestellt. Für 12 bis 24 Stunden. Die Fotos auf dem Blog zeigen eine angedickte Masse, bei mir passierte das aber leider nicht. Die Festigkeit meiner Lösung blieb wie tags zuvor.

Darauf holte ich den Pürierstab heraus, aber nach meinen Vorstellungen war das dann trotzdem nicht. Das Volumen verdreifachte sich, aber es blieb trotzdem eine sehr leicht bewegliche Flüssigkeit ohne auch nur einen Hauch von Festigkeit. Also gab ich einen halben Teelöffel Guarkernmehl hinzu, pürierte diesen ein, nutzte die kurze Quellzeit zum Küche putzen und pürierte dann noch einmal nach. Das brachte dann deutlich mehr Festigkeit.


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Eine herrlich weiße Masse nach dem Pürieren mit Guarkernmehl! Der Duft ist übrigens auch sehr schön, obwohl es eine wilde Mixtur ist.


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Ein Trichter kann helfen, die Masse in leere Pumpspender zu füllen.


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Es wurde dann deutlich mehr Masse als erwartet. Das Volumen des Pepperoniglases ist leider nicht aufgedruckt und ich hab auch kein leeres mehr um das zu messen. Es ist 330 oder 370 mL. Der erste Pumpspender hat 500 mL, der von Alverde hat 300 mL. Das Endvolumen aus 600 mL Flüssigkeit liegt also knapp über einem Liter Seife.


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Die Konsistenz aus dem Pumpspender ist natürlich immer noch etwas flüssiger als wenn man klassische Flüssigseife nimmt. Mit mehr Guarkernmehl kann man das noch stärker andicken, aber alles, was keine Waschaktivität hat, und das hat Guarkernmehl nicht, könnte die Waschaktivität behindern, deswegen nehm ich da lieber wenig.

Ich habe jetzt einiges an Seba Med drin, was keine Seife ist. Dennoch finde ich diesen weißen Schaum deutlich besser als die Flüssigtenside. Es ist nicht flutschig wie das von Alverde, sondern cremig. Es trocknet aber auch nicht so aus wie die klassische Flüssigseife. Einen leichten Gummihandcharakter hat es nachher, das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich weiß jetzt auch nicht, ob das vom Waschsyndet oder von der Seife kommt.

Aber ich bin sehr zufrieden!

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Sie ist sofort beim Waschbecken eingezogen. Und der Seifenhalter da oben darf dann ab sofort Schwämmchen und Spülbürste halten.

Das Duschpeeling nehme ich übrigens für Teighände nach dem Brot kneten, das funktioniert super. Unter der Dusche find ich das immer nicht so sinnvoll.


Mal eine Seifenbastelei, die jeder nachmachen kann :) Ich kanns auf jeden Fall empfehlen.
Es gibt noch Versionen, in denen Bodylotion oder Öl zugegeben wird, da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.


Nachtrag: klick *Was nach einigen Tagen mit dem Schaum passierte* klick

1 Kommentar:

  1. Interessante Sache! Wir brauchen die Seife immer bis zum letzten Rest auf. Es kann dan gut sein dass ein dünner Streifen unkontrolliet ind en Abguss flutscht, aber wegschmeißen tu ichs nicht ^^

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