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Mittwoch, 30. Januar 2013

Erste Seife: Ende des Kapitels

Ich hatte ein ungeliebtes Bales Körperöl, das für mich ganz entsetzlich stank. Also entschied ich mich, daraus Seife zu kochen, das habe ich schonmal *hier* beschrieben. Was daraus geworden ist, hatte ich allerdings noch nicht ausgewertet. Seife muss ja einen Monat reifen. Das tat sie auf dem Kühlschrank, wo sie natürlich aus den Augen und aus dem Sinn war.

Ich setze mal dort an, wo ich zuletzt aufhörte. Sie Seifen waren ja im Backofen und wanderten dann auf den Kühlschrank zum Durchhärten. Am ersten Tag waren sie immer noch flüssig. Am zweiten auch. Nach einer Woche holte ich sie runter und bemerkte, dass nur ein Teil auskristallisiert war und oben drauf noch eine Menge Öl schwamm. Ich hatte offensichtlich etwas falsch gemacht. Ja, natürölich, ich habe nur kurz gerührt und dann abgefüllt. Inzwischen weiß ich, dass es eine trübe Puddingmasse werden muss.

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Direkt nach dem Schmelzen wieder in die Förmchen gedrückt


Also schmolz ich die Stücke ein. Ich zerdrückte sie mit der Hand (im Handschuh), was einen Gubbelbrei aus Öl und Seife verursachte. Das machte ich auf dem Herd warm und rührte, bis es eine sehr gummiartige, federnde Masse wurde. Das Gummi wanderte zurück in die Förmchen und ging wieder auf den Kühlschrank. Dazu muss ich noch eines erwähnen: Das Öl an sich fand ich schon schlimm im Geruch, aber seitdem ich anfing, rumzuseifen, wurde der Gestank anders und unerträglicher.

Nun habe ich die Seifen wieder hervor geholt und ausgewertet.


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Aus den Förmchen geholt


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testgewaschen

Die Seife ist deutlich weißlicher geworden. Sie ist auch knallhart. Beim ersten Waschversuch schäumte sie noch nett, wie auf dem Bild zu erkennen, der Schaum war sogar weich und cremig. Aber danach wars das auch, die Seife ist eher als sinnloser Schrubbstein zu verstehen, der einfach gar nix mehr tut, außer stinken und Frust verursachen.

Es heißt, die Gelphase, die mit Hitze einhergeht, macht die Seife härter. Mit meiner absolut brutalen Schmelzmethode mit mindestens 80°C auf dem Herd habe ich da wohl etwas übertrieben. Generell habe ich wohl alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte.

Fazit: Die Seife Nr. 1 landet wegen Stinkens und Untauglichkeit im Müll.
Fazit Nr. 2: Die nächste selbst gemachte Seife wird all diese Kinderkrankheiten nicht aufweisen und meeeega cool werden! Und die mache ich dann direkt aus Rohstoffen, statt irgendeinen Mischmasch umzuseifen, wobei die Duftstoffe noch schlimmer als vorher werden.


Unter dem ersten Eintrag wurde erwähnt, dass die Aktion an Breaking Bad erinnerte. Ich hab mir in der Tat jetzt alle Staffeln gekauft und bin noch am gucken uuuuund das hat mich dazu angestiftet, wieder größere Einheiten im Labor zu produzieren. Wo ich vorher in einem Tief war, geht mir die Chemie jetzt nur noch so aus der Hand! Danke :)

Kommentare:

  1. Die Puddingmasse kriegst du leicht mit einem Pürierstab hin, dann dauert das vielleicht 10 Minuten, ohne Pürierstab müsstest du stundenlang rühren, damit es einigermaßen Pudding wird (hab ich bei meiner ersten Seife so gemacht... war ganz lustig). Wenn du die Seife aber marmorieren willst, muss der Seifebleim schon etwas flüssiger sein.

    Und am besten nimmst du reine Öle, kein Mischimaschi wie dieses Balea-Öl, aber das war ja eh nur versuchsweise Resteverwertung...

    Seifen sieden ist echt richtig toll!

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  2. hahaha, klasse :) Sorry, wenn ich lache, aber du bechriebst das einfach zu genial :)

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