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Mittwoch, 25. April 2012

"Haul" bei Veganwonderland

Vegetarisch kochen bedeutet nicht nur, Fleisch wegzulassen. Es bedeutet, neue Lebensmittel kennenzulernen, vor allem, Zubereitungen. Zum Beispiel habe ich Polenta kennengelernt, Pfannkuchen, die ohne Ei und ohne Milch auskommen, dass Bisquitboden nicht zwingend eine Packung Eier benötigt, ich habe Tofu kennengelernt, Sojajoghurt, Kiechererbsenpanade. Seitdem erscheint mit die Fleischküche richtig langweilig. Mal davon abgesehen, dass mir Fleisch gar nicht mehr schmeckt, dass ich es jahrelang aß, weil ich mich nur "nicht so anstellen" wollte, weil ich unkompliziert sein wollte.
Aber das muss ich doch gar nicht!

Als synthetischer Chemiker habe ich großes Interesse an neuen Rezepten und genug Wissen, mir auch selber welche herleiten zu können. Aber gewisse Produkte braucht man nunmal, fand ich heraus, wenn man die klassische deutsche Küche veganisieren will. 

Ich bestellte also alles, was ich im Ökozentrum (=großer schöner Bioladen) zu teuer fand oder gar nicht fand, bei Veganwonderland.


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Total gespannt bin ich natürlich auf die Cocos-Schlagcreme. Ich such immer noch eine vegane Tortencreme für Torten und Cupcakes, die nicht Alsan mit Puderzucker vermengt ist. Die mochte ich schon zu unveganen Zeiten nicht, einfach zu schwer und zu papsig.

Dann "Milk chocolate" aufstrich. Vegane Milchnutella? Spannend! Schmeckt total lecker und "gar nicht vegan", was bedeuten soll, nicht pflanzlich, sondern klassisch. Ich finde Tzaziki auch absolut klassisch, den mach ich aus Provamel Sojajoghurt, Gurke, mehr Gurke und Knoblauch.

Das verblendete Stück oranges Zeug ist natürlich Tofu, was auch sonst ;) In Tomaten-irgendwas-Marinade, das klang spannend. Vielleicht sollt ich mal selber marinieren? Koriander ist natürlich standard, aber ich hatte bisher keinen und der hier war billiger als im Supermarkt. Außerdem hatte ich schon Koriander von Ostmann und der schmeckte so stark wie Stärke nach Koriander. Also gar nicht.
Kiechererbsenmehl ist für indisch angehauchtes Essen, so Panaden um Gemüse, Teigtaschen und so weiter. Hab ich noch nie gemacht, weil das Mehl fehlte. Die Gluten da, das ist Seitanfix, auch noch nie ausprobiert. Die Verkäuferin im Ökozentrum war verdutzt, als ich danach fragte "Wie, sowas gibts? Das ist ja mal klasse!". Sojamehl kaufte ich damals bei ihr, ist fast alle. Hefeflocken sollen Pizzaexerimente werden (veganer Pizzakäseersatz) und No Egg ist was das Wort sagt. Eiersatz ohne Ei. Und DAS Produkt überhaupt, das mich dann letztendlich zum Kauf animierte. Man soll damit sogar Baiser machen können! Ich bin kein Baiserfan, aber manchmal vermisse ich Pfannkuchen und das wollte ich hiermit machen. Inzwischen kenn ich auch einfach ganz eifreie Pfannkuchen, die keinen Ersatz brauchen. Eier lauern in der europäischen Küche aber überall und vielleicht kann ich damit sinnvoll die französische Schokotarte nachbacken, die eigentlich nur aus schwarzer Schoko und Eiern bestand. Und noch sooo flüssig und cremig war, lecker!

Ich freu mich schon aufs Kochen.

Übrigens gabs ein total niedliches "Backpapier", ein A3 Papier mit grober Übersicht zum vegan backen von Kim Wonderland, gratis dazu. Gerade das backen liegt mir sehr am herzen und bedarf oft mehr Fingerspitzengefühl in der Rezeptur, da sich das Edukt ja stark verändert, während es zum Produkt wird. Und in welcher Weise, entscheidet sowohl die Prozedur als auch das Rezept.

Hoffentlich wieder ein Schritt näher an der cholesterinfreien Torte für meinen Onkel! Wenn zwischendurch mal niedliche Cupcakes rauskommen sollten, poste ich ein Foto ;)

1 Kommentar:

  1. Bin gespannt auf deine Versuche! :D Das ist jetzt schon der 2. Blog der über dieses "no egg" Pulver bloggt, ich bin gespannt ^^

    Danke für dein Mitleid in meinem Blog übringen T_T ich bin still und heimlich auch der Überzeugung, dass MMF ein Geschöpf der Vorhölle ist. Was Lebensmittelfarben angeht, geb' ich aber nicht so schnell auf!

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