Leiste

Samstag, 9. April 2011

Raumtemperatur depotting von Lidschatten

Du hast deine Monolidschatten satt?
Du willst eine große Palette aus ihnen machen?
Aber all diese auf den Blogs und Youtube gezeigten Methoden sind die zu heiß?
Verbrennst du dir dauernd die Finger?
Stellst du dich gerne schusselig an?

Das muss nicht sein! Denn jetzt kannst du deine Lidschatten bei Raumtemperatur depotten!

Und das sieht dann ungefär so aus:


Photobucket

Was nicht abgebildet ist, ist die Schutzbrille.
Bitte eine Brille mit großen Gläsern dabei aufsetzen! Hier wird mit Chemikalien gearbeitet und jeder von uns hat nur ein Augenpaar. Nur weil ich selbst immer eine Brille trage, ist mir das Zeug nicht direkt in die Augen geflogen, sondern an der Brille abgeprallt. Und weil ich schusselig bin. Aber hey, ich habe mich nicht verbrannt ;)

Der Trick dieser Methode ist, dass Tiegerbenzin (da geht auch jedes andere in so einer Flasche) den Klebstoff des Lidschatten löst, Plastik, Lidschatten und Metall aber nicht angreift. Die Hitzemethoden machen den Klebstoff weich durch physikalische Einwirkung, das Tigerbenzin löst ihn chemisch direkt an. Das Ergebnis ist das gleiche: Er haftet nicht mehr.

So, wie bekommt man das Tigerbenzin da rein? Der Ausguss ist ziemlich klein und präziese. Die Stelle am Pfännchen, die den größten Spalt aufweist, wird nun mit dem Benzin vollgekippt. Wenn etwas direkt auf den Lidschatten läuft, macht das nichts, das trocknet sehr schnell wieder rückstandsfrei weg. Ein bisschen schwenken, ein bisschen warten, aber nicht all zu lange. Und dann kann das Pfännchen mit dem Cuttermesser rausgehebelt werden. Dabei aufpassen, denn es wirken Adhäsionskräfte, die eine Art Plopp-Effekt verursachen können. Ich war etwas ungeduldig, gab ordentlich Spannung auf mein Messer und BOOOING... Das Pfännchen flog hoch und das Benzin schoss mir ins Gesicht. Also: Schutzbrille tragen, Kopf dabei nicht über dem Pfännchen haben und geduldig sein.

Durch den Sturz gabs einen Bruch in meinem Lidschatten, deswegen habe ich Alkohol in das Pfännchen gegeben und mit einem Taschentuch draufgepresst. Das ist der dunkle Bereich, der auf dem Foto zu sehen ist. Auch der Alkohol verdunstet wieder. Hier aber nicht rückstandsfrei, denn ich hab einen mit Zitronenaroma benutzt :D


Den Klebstoffrückstand hinten auf dem Pfännchen kann man mit dem Tigerbenzin übrigens auch wunderbar abmachen.

Eine Kombination aus Tigerbenzin und Hitzemethode kann ich nicht empfehlen, da Tigerbenzin ein leichtentzündlicher Stoff ist. Und den Monolidschatten dabei am besten am Deckel anfassen und nicht mit den Fingern hineinpatschen ins Benzin, denn gesundheitsschädlich ist das gute Zeug auch. Also so wie Nagellackentferner, nur ein bisschen mehr ;)

Kommentare:

  1. Hm, von der Methode zerbrochene/zerbröselte Lidschatten mit Alkohol wieder "zusammenzukleben" hab ich unlängst erst im Fernsehen gehört :D Ist wirklich praktisch, wenn einem so ein Ding mal runterfällt XD

    Die Methode mit dem Tigerbenzin (auch wenn ich von dem Zeug noch nie gehört geschweigedenn es irgendwo gesehen hab) klingt praktischer als das Ding irgendwie aufzuweichen... Ich stell mir das jetzt auch nicht so gesund vor das Döschen zu erhitzen bis der Klebstoff schmilzt... Plastik erhitzen halte ich generell nie für eine gute Idee XD Da schon lieber die Methode mit der Chemie :D

    AntwortenLöschen
  2. Das hört sich ja gut an.. Schade das meine Caatrice Lidschatten und ein Loch haben..
    Oder ich drehe es um und fülle es ins Loch ^^

    LG Steffi

    AntwortenLöschen