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Freitag, 28. Januar 2011

Cupcakes Basics

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,


Ich sehe oft, dass hier und da von Cupcakes geschwärmt wird. Sicher, diese Kuchen sehen außerordentlich toll aus, eine Mischung aus Muffin und Cremetorte. Aber Cremetorte ist immer so riesig und schwer, da besticht der Cupcake durch seine Essbarkeit und Leichtheit. Gar Niedlichkeit.


Aber dann sehe ich auch, dass der Cupcake als Mythos gehandelt wird. Dass es unglaublich schwierig sei, ihn zu machen. Diesen Mythos möchte ich hiermit falsifizieren, denn wer Muffins backen schafft, der ist dem Cupcake schon extrem nahe. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde Muffins backen einfach. Zutaten zusammen in eine Schüssel werfen, rühren, einfüllen, backen.


Bei Cupcakes und Muffins kommt es allerdings auch ein wenig auf das Werkzeug an. Und da soll hier der Schwerpunkt lliegen.



Fangen wir an mit dem Backofen.


Ich habe mit „Schwarzer Körper“-Backöfen schlechte Erfahrungen gemacht. Das sind die selbstreinigenden Backöfen, die man nicht auswischen kann, weil die Wände matt, rauh und schwarz sind. Man kann ihn nur ausbrennen. In diesem Ofen sind meine Muffins allesamt, egal welches Rezept ich verwendet habe, zu geschmacklosem Schaumstoff geworden. Alle!


Ich möchte zur allgemeinen Belustigung einen sowohl geschmacklichen als auch äußerlichen Tiefpunkt zeigen:


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Man sollte einen anständigen Normalobackofen haben mit glatten Wänden.



Weiter geht es mit einem Muffinblech. Muffins backt man in Papierförmchen und die klappen beim Backen auseinander. Um das zu verhindern, nutzt man solche Bleche. Die kosten rund 10 Euro und gibt’s öfter mal bei Aldi, Lidl und so weiter in Aktionen für vielleicht weniger Geld, wenn man Glück hat. Ich würde die aus Stahl empfehlen, Silikonformen fand ich immer ziemlich widerlich und die sind auch alle im Müll gelandet.


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Zu gut erletzt braucht man eine Tülle. Was ist das? Das sind Tüllenaufsätze in Spritzbeuteln. Die Tüllenaufsätze haben witzige Muster und formen damit die Cremes. In normalen Haushalten findet man meistens eine Sahnespritze, aber mit der fühlt man sich wie ein Anfänger.

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Hier sieht man den Unterschied: Das weiße ist die größte übliche Sahnespritzentülle. Und die silbernen sind 16er Tüllen aus dem Konditoreibedarf. Einmal Sterntülle und einmal Rosentülle. Die Verkäuferin wusste übrigens nicht, was Cupcakes sind, sehr traurig. Man sollte in seinem Arbeitsbereich schon informiert über aktuelle Dinge sein.



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Diese Frostings sind mit der handelsüblichen Sahnetülle aufgespritzt. Es werden sehr kleine Würste und man muss drei Umdrehungen machen. Wie auf den klassischen Bildern sieht das nicht aus, eher ernüchternd.



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Und dieses Frosting ist mit einer 16er Sterntülle aus dem Konditoreibedarf aufgespritzt. Das sieht schon deutlich mehr nach den typischen Abbildungen aus. Und das ist letztendlich auch die Tülle, mit der man glücklich wird.




Die Blechtüllen kosten 3 bis 4 Euro das Stück, die Spritzbeutel je nach Größe und Art. Ich habe einen Marken-mehrweg-Spritzbeutel in der kleinsten Größe und 6€ hingeblättert.


Das Aufspritzen der Creme ist übrigens Übungssache von so ca. 10 bis 20 Muffins. Danach hat mans raus und es gelingt einem so ziemlich jeder Auftrag. Für den Anfang würde ich Youtubevideos empfehlen, da sieht man die Bewegungen.


So. Hat man nun Backofen, Muffinblech und Spritzbeuel, kanns losgehen! Als Teig kann man so ziemlich jeden Rührteig nehmen, da sind keine Grenzen gesetzt. Eben, was einem schmeckt. Für Rezepte ins heimische Kuchenbuch schauen oder Chefkoch.de wälzen. Rezepte halbieren ist manchmal übrigens auch sinnvoll, ein Kastenkuchen passt nicht in 12 Muffinförmchen.


Für das Frosting bietet Chefkoch auch viele Lösungen. Cheesefrosting, Butterfrosting und so weiter. Ansonsten unter einem Cupcakestichwort im Google schauen, da findet man viele amerikanische Rezepte. Keine Angst vor fremden Rezepten! Es passiert schon nicht sowas:

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Argh… das war ärgerlich, leider auch nicht das einzige Mal, aber die zweiten haben wenigens geschmeckt ;) So etwas passiert bei Umrechnungsfehlern und außerordentlich schlechten Rezepten. Das Bild zeigt ein schlechtes Rezept, in dem nicht korrekt beschrieben wurde, mit welchem Gerät, wie lange und mit welcher Geschwindigkeit die Creme geschlagen werden muss. Da ist Mascarpone sehr anfällig. Am besten für den Anfang keine Mascarponerezepte verwenden.


Aromen, Dekoration, Farbstoffe…? Gibt es meistens in der Backabteilung. Oder man bestellt in den Internetläden für Backzubehör, da gibt es auch Färbepasten, bessere Aromen, Deko ohne Ende, Muffinbleche, Tüllen, Spritzbeutel, …..


Meine Deko kaufe ich im normalen Backsektor. Und meine Lebensmittelfarbe entnehme ich 1€ Ostereifärbetabletten.


Das schwierigste an Cupcakes ist übrigens anschließend ein ansprechendes Foto zu machen. Essen hat die Eigenschaft, gerne eklig auf Fotos auszusehen.


Also: Keine Angst vorm backen, Cupcakes sind keine hohe Schule. Sie sind sehr einfach, wenn man das richtige Werkzeug hat :)

Kommentare:

  1. Löl, wer jetzt bloss den finalen Anstoss zu diesem Post gegeben hat *g*.
    Finde es groooooßartig, dass du es hier nochmal so ausführlich beschrieben hast.
    Dann kann bei mir ja hoffentlich nichts mehr schief gehen.

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  2. Gerne :)
    Viele nützliche Sachen findet man sonst auch in der Cupcake-Gruppe auf Chefkoch.de. Da musst du nur einen Account haben und kannst dich in die Gruppe einschreiben.

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  3. Hey, vielen Dank, dass du Leser von meinen Blog geworden bist und auch vielen, lieben Dank für dein Lob :3
    Zum Thema Kontaktlinsen: ich liebe sie einfach und ich werd sie bestimmt noch lange tragen. Ich muss eh welche tragen, weil ich kurzsichtig bin. :D Naja, ich finde meine normale Augenfarbe hässlich und langweilig :D
    Ist halt gemschmackssache :)
    Liebe Grüße, Hanni.

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  4. Mmh, ich liebe Cupcakes :) Und wie lecker die aussehen :)
    LG, Alencia

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